RC-Anlage und andere Bordelektronik

Empfänger
Das Thema der 35MHz-Empfänger mit ihren Eigenheiten (z.B. Moosgummilagerung) halte ich für "gegessen", diese Zeit ist beinahe vorüber. Ein Änfänger wird heutzutage in 99 von 100 Fällen zu einer 2,4GHz-Anlage greifen.

Seit Ende 2008 bin ich auf 2,4GHz umgestiegen (FX-30 von Robbe-Futaba) und bin damit sehr zufrieden! Besonders bemerkbar wurden die Vorteile zu 35MHz bei meinem elektrisch betriebenen Styro-Jet, der 2007 mit keinem Trick dieser Welt störungsfrei zu betreiben war - er stürzte permanent ab. Seit dem Einsatz von 2,4GHz-Technologie hatte ich noch keine einzige Störung.

Empfänger-Akku, Schalter
Der Empfänger  und die Servos werden mit Akkustrom versorgt, welcher aus- und eingeschaltet werden muss - beinahe "muss". Denn manche löten nur Stecker an Akku und Empfänger und stecken diese Verbindung zusammen.



Manche kaufen "normale" Schalter - wie ich. Diese kosten etwa 4,- EUR. Ich habe sie in 6 Helis und hatte bisher keinen einzigen Schalter-Ausfall.
Manche kaufen Sicherheitsschalter um ca. 15,- bis 25,- EUR, welche auch bei mechanischem Defekt noch eingeschaltet bleiben.

Als Akkus verwende ich neuerdings die moderneren NiMH anstelle der NiCd (oder auch NC-Akkus genannt). Sie sind angeblich weniger umweltschädlich.

Wenn man einen Elektrohubi kauft, dann kann der Empfänger und die Servos auch über den Flugakku betrieben werden. Dazu hat der Motorregler ein so genanntes BEC integriert, das eine entsprechende Spannung liefert.

Im unteren Bild fest eingepackt: ganz unten der Akku, darüber der Empfänger (im Bild ist es noch ein 35MHz-Empfänger, fest eingepackt in Moosgummi. Das sollte man mit 2,4GHz-Empfängern nicht tun).

Gyro / Kreisel
Ich verwende den Futaba GY401 Kreisel in allen meinen Hubschraubermodellen. Er war bis 2010 noch Standard und wird in vielen Hubi weiter geflogen. Es gibt dann noch modernere, wie z.B. den GY601, der jedoch schon ein Gerät der Spitzenklasse ist.
Diesen sollte man mit einem (teuren) digitalen Servo betreiben. In der Kombination mit einem entsprechenden Servo kostet er z.B. bei Lindinger um die 200,- EUR.



Servos
Als Servos verwende ich fast ausschließlich Futaba, sowohl analog als auch digital. Servos kosten zwischen 12,- und 60,- EUR, natürlich gibt's auch teurere.
Bei Servos ist auf die Stellkraft und die Stellzeit zu achten. Auch, ob sie Modellhubschrauber-geeignet sind (Vibrationen bei Verbrennern!)

 

Drehzahlregler für Verbrennerheli
Ich verwende in allen meinen Modellhubschraubern Drehzahlregler - und zwar den GV-1 von Futaba.
Man kann damit am Sender während des Fluges einstellen, dass er "jetzt" regeln soll und zwei verschiedene Hauptrotordrehzahlen vorgeben.
Trotz der Verwendung eines Drehzahlreglers sollte man aber die sog. Gaskurven erfliegen und programmieren. Mit Gaskurven gibt man z.B. an, ob das Gasservo linear dem Gasknüppel folgt oder während dem Flug "Gasknüppel Leerlauf" sogar Vollgas entspricht.
Der GV-1 kostet ca. 170,- EUR. Er ist 2012 nicht mehr erhältlich, eine Ersatzempfehlung habe ich im Augenblick nicht parat bzw. nicht in Gebrauch. Es gibt jedoch z.B. einen von der Firma Align.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verwendung von Drehzahlbegrenzern, damit habe ich aber keine Erfahrung.

Temperatursensor
richtig montiert ist er eine gute Unterstützung für den Modellbauer, wenn auch nicht wirklich notwendig. Er misst die Maximaltemperatur während des Fluges und die aktuelle Temperatur. ich habe ihn in allen meinen Modellhubschraubern. Er kostet ca. 25,- EUR.

Kreuzgurt
Falls man sich für einen sog. Pultsender entschließt ist ein Kreuzgurt fast unverzichtbar. Damit verteilt man das Gewicht des Senders auf den ganzen Rücken (und nicht nur in den Nacken wie bei einem Halsriemen). Kosten 25,- EUR



Sender, Senderpult
Bei Sendern gibt es 2 verschiedene Großgruppen: Handsender und Pultsender. Das sollte man im Geschäft testen, was einem besser liegt. Handsender haben üblicherweise schon alle möglich-einbaubaren Schalter montiert.
Meine FX-30 von Futaba bietet mehrere Hubschrauberprogramme, Misch- und Schaltmöglichkeiten. Wichtig ist, dass der Sender zumindest eine 5-Punkt-Gaskurve (und nicht nur 3-Punkt) unterstützt.
Sender  ab ca. 200,- EUR, Senderpult 30,- EUR

[UPDATE 2008]
Die oben abgebildete FC18 habe ich noch, mein primärer Sender ist aber die FX-30 von Robbe-Futaba geworden. Sie ist sehr komfortabel zu programmieren und lässt einem Helipiloten wie mir keinen Wunsch unerfüllt.

Gewebeschutzschlauch
Er schützt die Kabel und gewährleistet, dass sie sich durch die Vibrationen nicht an Kanten aufreiben. Er ist der Länge nach offen, allerdings muss man ihn wirklich aktiv öffnen, von allein geht er nicht auf. Man kann sehr leicht ein oder mehrere Kabel rein geben. Auch Stecker verschwinden darin. Man kann auch leicht ein zusätzliches Kabel in einen bereits bestehenden Schlauch geben. Sehr praktisch. Kostet pro Meter 1,- bis 2,- EUR, gibt's in 2 verschiedenen Dicken.